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VDE-Roboterwettbewerb: Aufgabe
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1 Aufgabenstellung

Die Aufgabe umfasst das Entwickeln und Konstruieren eines autonomen (somit nicht ferngesteuerten) Roboters. Es dürfen alle von der Projektgruppe Roboterwettbewerb bereitgestellten Materialien benutzt werden. Der Roboter soll in der Lage sein, Objekte auf einer durch eine Bande begrenzten Fahrbahn zu finden und in einen markierten Bereich zu schieben.

2 Umgebung

2.1 Fahrbahn

Die Wettbewerbs-Durchläufe finden auf einer waagerechten Fahrbahn mit den Abmessungen 3,2 m * 2,0 m statt. Die Fahrbahn wird allseitig von einer 20 cm hohen Bande begrenzt. Die oberen 5 cm der Banden-Innenseite können von der Projektgruppe Roboterwettbewerb für Werbung genutzt werden.

Die Grundfarbe der Fläche ist hellgrau, die Bande blau lackiert. An beiden Stirnseiten ist die Fahrbahn auf einer Breite von 30 cm in gelb auf der einen und in rot auf der anderen Seite lackiert.

Die Fahrbahn wird fernsehgerecht ausgeleuchtet.
(Hinweis bezüglich der Sensoren: fernsehgerecht = hell!)

2.2 Hindernisse

Die Höhe der Hindernisse entspricht ungefähr der Oberkante der Bande. Die Hindernisse sind einfarbig in schwarz lackiert, wobei die oberen 5 cm der Hindernisse von der Projektgruppe Roboterwettbewerb für Werbung genutzt werden können. Der Abstand der Hindernisse untereinander oder zur Bande beträgt entweder 0 cm oder mindestens 40 cm.

2.3 Sammelobjekte

Bei den Objekten handelt es sich um handelsübliche Teelichte in Aluminiumschale. Die Objekte dürfen von den Robotern nur verschoben werden. Ein Anheben (Kontaktverlust zwischen Boden Teelicht und Oberfläche Fahrbahn) ist nicht gestattet. Nur vollständig vom Roboter in den vorgegebenen Bereich verschobene und nicht vom Roboter verdeckte Objekte werden bei der Punktevergabe berücksichtigt. Der Abstand eines Objektes zur Bande oder zu einem Hindernis beträgt mindestens den Durchmesser des Objektes.

3 Die Regeln

3.1 Qualifizierung

Um einen reibungslosen Ablauf der Wettbewerbe zu gewährleisten, mussten alle Teams bis zum 21.10.2001 einen Roboter vorweisen können, der folgende Grundaufgaben erfüllt:

  • fahrbereites Modell
  • funktionsfähige "Objektverschiebeeinrichtung"
  • zuverlässige Bandenerkennung

3.2 Geräterestriktionen

Die mitgelieferte (zuschneidbare) Kopfplatte mit Zeitkontrolleinheit (Timermodul) muss waagerecht auf dem Roboter montiert werden. Nach oben dürfen keine anderen Teile des Roboters über die Kopfplatte hinausragen. Das Timermodul wird den teilnehmenden Gruppen leihweise überlassen. Der Roboter muss während des gesamten Wettbewerbes in eine Box der Größe 35 cm Höhe * 35 cm Breite * 45 cm Tiefe passen. Das Gewicht darf 10 kg nicht überschreiten. Der Roboter muss mit vollständig geladenen Akkumulatoren mindestens 10 Minuten betriebsfähig bleiben. Diese Vorgaben gelten inklusive der Kopfplatte mit Zeitsteuerung.

Da es zwei unterschiedlich farbig markierte Bereiche gibt, in die die Objekte verschoben werden können, muss jeder Roboter eine Umschaltfunktion haben, um auf jeweils eine der Farben eingestellt werden zu können.

Die Projektgruppe Roboterwettbewerb behält sich vor, die Roboter während des Wettbewerbs mit weiteren Komponenten auszustatten (z.B. Funkkamera, Beschriftungen etc.). Diese haben keinen Einfluss auf die Funktion des Roboters. Zur Installation dieser Komponenten dient die mitgelieferte Kopfplatte.

Für die Zusatzaufgabe werden an der Steuereinheit mindestens zwei analoge und zwei digitale Eingänge sowie zwei digitale Ausgänge benötigt. Die oben aufgeführten Vorgaben werden vor Wettbewerbsbeginn in einer technischen Abnahme überprüft und dokumentiert. Der Roboter muss derart gestaltet sein, dass eine Überprüfung aller Vorgaben möglich ist. Insbesondere müssen alle Bauteile und Einbauten überprüfbar sein, die der Dokumentationspflicht unterliegen.

3.3 Baumaterial

Für den Roboter darf nur Baumaterial verwendet werden, das sich im Baukasten befindet. Es gelten folgende Ausnahmen:

  • Es dürfen zusätzliche Befestigungselemente (Schrauben etc.) und Klebstoffe benutzt werden, die nur zum Befestigen dienen. Die Verwendung muss dokumentiert werden.
  • Eigenhändig bearbeitete mechanische Bauteile aus Holz, Metall, Kunststoff, Papier, Pappe und Folie sowie Federn und Gummibänder dürfen verwendet werden.Auch hier gilt die Dokumentationspflicht.
  • Weitere Bauteile müssen von der Projektgruppe Roboterwettbewerb zugelassen werden. Derart zugelassene Bauteile müssen von der jeweiligen Teilnehmergruppe in genau der gleichen Anzahl den anderen Gruppen zur Verfügung gestellt werden. Die Bauteile werden von der Projektgruppe Roboterwettbewerb zentral verteilt.

3.4 Dokumentationspflicht

Die Dokumentation muss schriftlich erfolgen und der Projektgruppe Roboterwettbewerb vor der technischen Abnahme in elektronischer Form vorgelegt werden. Erlaubt sind nur Plattform unabhängige Dateiformate, wie RTF, PDF, PS oder Plain-Text. Die Dokumentation darf in einzelne Funktionsgruppen aufgeteilt werden.

Befestigungselemente und Klebstoffe müssen in Art, Menge und Einsatzort dokumentiert werden. Alle anderen mechanischen Bauelemente und elektronischen Komponenten müssen in Art, Menge und Zweck sowohl schriftlich als auch in einer Zeichnung dokumentiert werden.

3.5 Weitere Regeln

  • Die Schiedsrichter disqualifizieren jeden Roboter, der eine Gefährdung für Personen oder Umwelt darstellt.
  • Es dürfen nur die im Baukasten enthaltenen Antriebsmotoren und Getriebeeinheiten genutzt werden.
  • Die Verwendung anderer oder zusätzlicher Akkumulatoren ist nicht zulässig.
  • Konstruktionsänderungen und Reparaturen an den Robotern zwischen den Wettbewerbs-Durchläufen sind erlaubt.
  • Eine Beschädigung des Spielfeldes führt zur Disqualifikation.
  • Im Baukasten enthaltenes und nicht verbautes Material darf für die Zusatzaufgabe genutzt werden.

4 Änderungen

Die Projektgruppe Roboterwettbewerb behält sich Änderungen des Wettbewerbsreglements vor.

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